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Beispiel: mein alter und neuer Hühnerstall Mein alter Hühnerstalll Hier eine Beschreibung meines alten Hühnerstalles (1977 - 2001; der Stall und der überdachte Teil existieren noch und dienen zur Eingewöhnung neuer Hühner oder zur Unterbringung in Zeiten der Stallpflicht) Mein Hühnerstall ist dreigeteilt: Schlafstall, überdachter Auslauf und unüberdachter Auslauf. Es gibt einen ca. 1,50 m x 1,50 m großen Schlafstall (ca. 2 m hoch, so dass er gut begehbar ist) mit zwei gleich hohen Stizstangen (wichtig, dass sie gleich hoch sind, sonst gibt es Streitigkeiten) und zwei Nestern. Unter den Stangen lege ich jeden Abend altes Zeitungspapier aus, was morgens entfernt wird. Auch Hühner müssen nachts mal Das mit dem Papier ist eigentlich sehr hygienisch, man kann aber auch ein Rost einbauen und eine Art Schublade, die man dann herausziehen und die Kacke entsorgen kann. Im Sommer verwende ich manchmal alte Tischsets, die ich dann mit einer Harke abschabe und die gesammelte Hühnerkacke zum Düngen der Blumen benutze. Der Schlafstall hat eine Klappe, die sich von außen hoch- und runterziehen lässt. Die Hühner gelangen durch diese Öffnung in den überdachten Außenstall. Er bildet Teil 2 des Hühnerstalles und sehr wertvoll für die Hühner, denn hier können sie bei Sonne und Regen, bei Schnee und Wind (und zu Zeiten der Vogelgrippe!) verweilen. Er ist von oben und drei Seiten zu, die Rückseite bildet eine Holzwand, die an unsere Garage gebaut ist. Gegenüber ist die geöffnete große Seite mit großlöchrigem Maschendraht bespannt. Die Hühner können nicht raus, aber auch kein Feindtier rein. Die offene Seite ist die Westseite des Hühnerstalles, so dass sie hier herrliche windgeschützte Sandbäder nehmen können. In diesem Teil werden die Hühner auch zum größten Teil gefüttert, ein Wassertopf steht auch bereit. Dieser überdachte Außenstall hat eine Fläche von ca. 3 m x 1,5 m und eine Höhe von ca. 2 m. Ein Durchgang führt zu dem dritten Teil des Hühnerstalles, dem nicht überdachten, aber mit Maschendraht umspannten Außenstall, der den größten Teil darstellt. Er ist sehr lang (ca. 6 Meter, wenn nicht mehr .) und ist fast 2 m breit. Ein Balken in der Mitte hält den Maschendraht auf einer Höhe von 1,70 m, so dass mindestens ich (1,60 m klein) da halbwegs hinpasse. In dem Außenstall sind zwei Sitzstangen angebracht, im überdachten befindet sich auch eine sehr hohe Sitzstange und ein Holzvorsprung, auf denen sich die Hühner ausruhen können, was sie besonders nach dem Essen sehr gern tun. Im unüberdachten Auslauf gibt es noch eine Abtrennung durch Holzstangen und eine Holztür, die aber immer offensteht, so dass sich die Hühner auch auf diese noch hinsetzen können. Diese Absperrung dient dazu, ein Huhn separieren zu können, falls dieses notwendig sein sollte (z. B. ein schwaches oder streitsüchtiges Huhn oder eine Glucke mit Küken). In dem Hühnerstall befindet sich kein Rasen, ganz einfach, weil ein Rasen nicht lange überleben würde. Hühner scharren gern und wenn man sie permanent auf ein relativ kleines Stück Rasen lassen würde, gäbe es diesen nach einer Weile nicht mehr. Also lasse ich meine Hühner ein bis zwei Stunden pro Tag im Winter und mehrere Stunden im Sommer auf unseren Rasenstücken, die rund ums Hause liegen, laufen, meistens unter meiner Aufsicht, da sich im Garten auf begehrte Blumenbeete befinden. In der Zeit kann ich selbst etwas im Garten erledigen, im Hühnerstall oder einfach auch die Hühner beobachten und streicheln (das mögen sie nämlich besonders gern). Noch eine Besonderheit weist unser Hof auf: Wir haben zwei bewegliche Tore gebaut, die zwei bis drei Meter lang und einmal einen Meter und einmal 1,50 Meter hoch sind. Diese können am Haus rechts und links angebracht werden und so die Durchgänge in den Garten versperren, es handelt sich also um Barrieren oder Absperrungen für die Hühner. Wenn sie sich hinter diesen Absperrungen aufhalten, dann haben sie immer noch einen Rasen, einen Schuppen, eine ziemlich große Hoffläche, die Garagen und den Hühnerstall zur Verfügung. Ein gewisser Auslauf ist wichtig für Hühner, da streitende Tiere sich besser aus dem Weg gehen können. Meine Hühner dürfen auch ab und zu in die Wohnung, da die meisten dort als Küken aufgewachsen sind. Sie wissen natürlich genau, wo sich welches Zimmer im Haus befindet, insbesondere die Küche ist interessant. Viele nehmen aber auch gleich beim Eintreten durch die Haustür den Weg über die Treppe nach oben, da sie dort in der 1. Etage mal aufgewachsen sind. Mein neuer Hühnerstall So ähnlich wie der alte, bereits beschriebene Hühnerstall sollte auch der neue werden, nur viel größer! Es sollten künftig mehr Hühnern Platz geboten werden. Also ging es im Frühjahr 2001 ans Bauen eines neuen Stalles. Auch der Ort sollte sich ändern. Bisher wohnten die Hühner dem der Straße nicht zugewandten Teiles unseres Gartens, also quasi hinter dem Haus zwischen unserem und zwei weiteren Grundstücken. Nun sollten sie auf die Westseite ziehen, wo bislang ein Rasen und eine Freilandfläche lag. Als Schlafstall sollte die vor ca. 5 Jahren erstellte Fertigholzhütte umfunktioniert werden. März 2001 Eine Zaunfirma stellt einen recht soliden, 1,50 m hohen Zaun auf. Der Hühnerstall wird auf zwei Seiten von diesem Zaun begrenzt, auf einer von einer größeren Halle und von den Holzhütten. Der Auslauf umfasst ca. 6 x 12 m. April/Mai 2001 Die Holzhütte wird umfunktioniert. Sie wird zunächst verkleidet, wobei als Dämmung ein 5 cm breiter Luftholzraum besteht. An der Decke wird zusätzlich Styropor eingezogen. Die ca. 20 mm Presspappe-Platten, die als Verkleidung dienen, werden mit grüner Latexfarbe gestrichen, damit sie abwaschbar sind. Danach wird die Inneneinrichtung gebaut: Stangen, Kotbretter, Drahtgitter, Regale und Nester. Diese bestehen aus Holzkisten, die an einer Seite einen Einstieg, der eine halbe Seitenfläche umfasst, lassen und so sehr geschützt sind. Der Boden ist frei, so dass eine rechteckige Plastikschüssel hineingestellt werden kann. In diese kommen Zeitungen und Heu, sie kann also gut gereinigt werden und das Holz der Nester wird nicht schmutzig. Auch die Nester und andere aus Holz bestehende Dinge werden mit der Latexfarbe gestrichen. Die beiden Fenster sowie die Tür, die auch halboffen ist, erhalten dunkelgrüne Schalusien zum Verdunkeln. An der Tür gegenüberliegenden Seiten befindet sich der elektrische Türöffner, der per Zeituhr eingestellt werden kann. Die Öffnung befindet sich an der Stelle, die zwischen den beiden Holzhütten liegt. Die zweite kleinere Holzhütte diente bislang als Fahrrad- und Geräteschuppen. Im Winter wird er den Hühnern ebenfalls zur Verfügung stehen. Somit liegt der Ausstieg an geschützter Stelle. Der Innenstall ist des weiteren mit einem Regalschrank, einer Musikanlage, Wäschehaken und einem Mülleimer ausgestattet worden. Die Kotbretter habe ich im Nachhinein mit dergleichen PVC-Folie ausgelegt wie auch schon den Fußboden. Das Säubern fällt dadurch leichter. Mai 2001 Außenarbeiten: Die Stelle zwischen den beiden Holzhütten wird per Plexiglas überdacht, eine Stange wird dazwischen angebracht, ebenso eine Regenrinne. Eine weitere Rinne wird an der Südseite des jetzigen Innenstalles angebracht. Ein ca. 4 x 4 m flächiges Gestell, das aus 12 Rammpflöcken und einer Überdachung besteht, wird in der Freifläche aufgebaut, um den Hühnern bei Regen und Schnee Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten. Darunter bleibt die Erde locker, so dass sandgebadet werden kann. Auch werden Stangen zwischen den Pflöcken angebracht. Am 18. Mai 2001 sind meine Hühner abends umgezogen. Ich habe sie von ihrer alten Schlafstätte in die neue gebracht, damit der Umzug nicht so abrupt vor sich geht. Zuvor durften schon öfter mal in die neue Freilauffläche. Seit über drei Wochen leben die Hühner nun schon im neuen Stall, fühlen sich dort sehr wohl, aber haben den Rasen schon ziemlich abgegrast. Also muss ich mal irgendwann die Hälfte des Rasens abtrennen und neu besäen. Eine knappe Woche nach dem Umzug sind zehn weitere Hühner in diesen Stall gekommen, so dass es jetzt schon wieder recht voll ist. Dennoch haben die Hühner bei Zank genügend Ausweichmöglichkeiten. Bei Sonnenschein oder auch bei nicht so starkem Regen spanne ich einen Sonnenschirm auf. Für mich persönlich habe ich einen Tisch und Stuhl hineingestellt und schon am idyllischsten Platz der Welt Briefe geschrieben. Den Tisch finden die Hühner gut: Darunter kann man gut bei Regen stehen. Ein Stück des Auslaufes ist mit Steinplatten belegt - dort gibt es das täglich Futter! (bis hierhin Stand Mai 2001) 5 Jahre später: Erfahrungen mit dem neuen Stall und Nachrüstungen Der Stall hat sich bewährt. Wir haben allerdings noch ein weiteres Dach einbauen lassen, das von der einen Mauerseite fast 2 Meter in den Stall ragt und 4 bis 5 Meter lang ist. Eine Regenrinne ist auch daran befestigt. Drei Eimer stehen im Stall, die Wasser auffangen, damit es nicht zu matschig wird. Jetzt können die Hühner vom Innenstall unter dieses neue Dach laufen und von dort zur Sandbadestellen, die ja auch überdacht ist. Ein ehemaliger Fahrradschuppen, der auch im Hühnerstall steht und den Hühnern bereits im Winter zugänglich gemacht worden ist, wird zum Strohstall umfunktioniert und ständiger Hühneraufenthaltsstall. Er bekommt eine neue Tür mit Eingangsklappe, die offen steht. Innen drin ist alles voll Stroh und es stehen auch ein alter Sonnenstuhl, ein Tisch und ein Hundekörbchen darin. Die Hühner lieben diese Dinge und sitzen oft auf ihnen. Da der Stall oft den Ranghöchsten besetzt wurde, habe ich ihn VIC getauft: Very Important Chicken - Stall. Der Rasen war natürlich bald nonexistent. Also habe ich ein kleines Stückchen abgeteilt und dort immer mal wieder einen Kleintierrasen eingesät. Das funktionierte prima. Die Hühner durften ihn abgrasen. Ende Februar 2006 habe ich die Gelegenheit wahrgenommen und die Hälfte des Auslaufes mit Kleintierrasen eingesät. Die Hühner durften wegen der Vogelgrippe ja sowieso nicht dorthin. Die anderen Hälfte, die ja wiederum ziemlich überdacht ist, habe ich mit einem Netz überspannt. So konnten unsere derzeit gerade mal sieben Damen dort auch laufen. Meistens waren sie aber im völlig überdachten alten Stall. Der Kleintierrasen ist schon sehr hoch. Die Damen freuen sich schon sehr darauf und werden lange daran zu tun haben. Die verstellbaren Nester haben sich als sehr nützlich erwiesen. Im Winter stelle ich zwei von ihnen links und rechts neben die Eingangsklappe, oben drüber wird ein Brett gelegt. So ist der Eingangsbereich des Innenstalles noch mehr geschützt. Dschungel 2006 Seit Frühjahr 2006 erwuchs in der Hälfte des Auslaufs (ca. 8 x 8 m) ein eingesäter sogenannter Kleintierrasen. Die Hühner durften wegen des Aufstallungsgebots ja nicht in diesen Teil ihres Stalles. Und so wuchs in aller Ruhe ein wunderbarer Dschungel hoch, teilweise sind die Pflanzen über 1 Meter hoch gewachsen, dazu standen sie dicht nebeneinander. Die Hühner haben es nicht geschafft, das Grün kleinzukriegen, sogar in der anderen Hälfte wuchsen auf einmal Pflanzen, die sonst keine Chance hatten, länger als einen halben Zentimeter zu werden. Ich kann jedem Hühnerhalter nur empfehlen, diesen Kleintierrasen einzusäen. Die Hühner sind sehr, sehr glücklich mit ihrem Dschungel. |