Jeder kann was verändern!

Es gibt viele Wege, etwas für die Freiheit, für ein wenig mehr Lebensglück der Hühner wie der Tiere zu tun. Man könnte sich zum Beispiel im Tierschutz engagieren und sei es nur durch ein geringe finanzielle Spende oder einfach nur in einem Gespräch im Bekanntenkreis mal das Thema ansprechen, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen. Es ist so viel möglich, wir müssen uns nur gedanklich auf den Weg machen und uns nicht gegen das "Unbequeme", Unangenehme sperren... Für einige Menschen ist es einfacher, an einem Hühnerkindbein zu nagen, ohne sich darüber Gedanken machen zu wollen, und möglichst billig Eier zu kaufen, damit man sich ein Bierchen im Monat mehr genehmigen kann. Es ist aber bestimmt viel "angenehmer" zu wissen, daß man nicht Schuld an dem Mord und Elend an Millionen von Hühnern und anderen Tieren ist, etwas getan zu haben für die Unschuld der Natur, zu der auch wir Menschen gehören.
Daher hier ein paar Anregungen, wie jeder einzelne besseren Gewissens leben könne...

Eier kaufen, die aus der Freilandhaltung stammen

Diese Eier sind auch als solche gekennzeichnet; Eierpackungen, die nicht gekennzeichnet sind, stammen zumeist aus den Legebatterien. Am besten wäre es natürlich, beim Bauern oder Hühnerhalter zu kaufen, von dem man weiß, wie die Hühner gehalten werden. In vielen Dörfern gibt es Höfe mit Hühnern, die auch auf grünen Wiesen weiden.

nicht so viele Eier essen oder noch besser:
die Eier durch etwas anderes ersetzen


Eier lassen sich leicht ersetzen. Es gibt viele Rezepte und Anregungen dazu, vgl. z. B.
http://calypso.cs.uni-sb.de/~stz/vegan/kochtips.htm. Je mehr Eier verlangt werden, desto mehr Eier werden auch produziert werden von den Legebatterienhaltern. Eier sind zur Zeit leider ein absolutes Billigprodukt. Da die Eier abgesetzt werden können, werden auch weiterhin die Legehöllen betrieben.
Betroffen davon sind auch die Lebensmittel, die mit Eiern hergestellt werden und zum Verkauf gelangen, z. B. Kuchen, Nudeln... Auch hier kann man darauf achten, Produkte ohne Eierzusatz zu kaufen, die es auch ohne Probleme zu kaufen gibt. Die meisten Verbraucher wissen gar nicht, daß ein Großteil der auf dem Markt angebotenen Eiern in diese "sekundären" Lebensmittel gelangen und das Leid der Hühner nicht nur durch den direkten Eierverkauf ausgelöst wird.

eigene Hühner anschaffen

Das kann man auch in Gemeinschaft mit mehreren Nachbarn tun. Wenn jeder 5. - 10. ein paar Hühner hat, dann reicht das schon vollkommen aus. Hühner sind tolle Tiere und nicht schwieriger zu pflegen als Haustiere wie Hunde oder Katzen. Man braucht noch nicht einmal mit ihnen Gassi zu gehen.

auf Hühnerfleisch (bzw. Fleisch allgemein) verzichten

Es gibt inzwischen sehr viele Produkte auf dem Markt, die Fleisch ersetzen können, nicht nur das berühmte Soja. Man braucht nur einfach mal in ein Reformhaus zu gehen und etwas anderes probieren. So kann man ruhigen Gewissens die Lebensmittel genießen, ohne für das Elend der Tiere, das ihnen bei der Aufzucht, dem Transport und der Schlachtung angetan wird, verantwortlich zu sein, denn verantwortlich sind nicht nur die, die es ausführen und ihr Geld damit verdienen, sondern gerade auch die, die durch ihre Abnahme erst einen solchen Markt ermöglichen. Das zu kaufende Hühnerfleisch stammt größtenteils aus den Masthuhnfabriken. Die Hühner werden im Alter von 40 Tagen abgeschlachtet, da sind sie noch Küken, vergleichbar mit Menschenkindern im Alter von 3 Jahren. Jeder, der Hühnchen ißt, ißt also ein Kind...

einen Brief an das Landwirtschaftsministerium oder die Bundesregierung schreiben und fordern, daß endlich in Sachen Tierschutz etwas zur effektiven Abschaffung der Legebatterien getan wird

1999 wurde zwar vom Bundesverfassungsgericht geurteilt, daß die Haltung der Hennen unter den Bedingungen der Verordnung des Landwirtschaftsministerums (nämlich: für jede Henne reicht ein Lebensraum von 450 qcm aus) einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt, bislang ist aber trotz Anweisung keine neue Verordnung erlassen worden. Daher dürfen die alten tierquälerischen Legebatterien weiterhin benutzt werden. Briefe an das Landwirtschaftsministerium oder die Bundesregierung in Berlin könnten dazu beitragen, daß das Landwirtschaftsministerium endlich eine neue Verordnung aufstellt, die den Bedürfnissen der Hennen entspricht.
Je mehr Stimmen sich erheben für die "Freiheit" der Hühner, desto wahrscheinlicher ist es, daß die Regierungsabgeordneten sich einsetzen für das Wohl der Tiere. Auch Briefe von einzelnen Bürgern können dazu beitragen. Man stelle sich vor, jeden Tag würden einige Briefe aus den verschiedensten Teilen des Landes in Berlin eingehen - alle mit dem Anliegen, die Legebatteriehaltung abzusschaffen und nur noch Freilandhaltung zuzulassen. Die Abschaffung der Legebatterien in der Schweiz beruhte immerhin auf einer Volksabstimmung - spiegelte also den Willen der Mehrheit wieder. Ich kann mir vorstellen, daß auch die Mehrheit in Deutschland gegen diese unwürdige Hühnerhaltung ist, aber viele dieser Mehrheit einfach nicht wissen, was sie dagegen unternehmen können.